Der vordere Rohrhof

Historisches und Informationen rund um den Hof

Historisches

Erbaut wurde der Vordere Rohrhof um 1839 von Peter Sutter aus Lienheim als Aussiedlerhof. Die Lage am flachen, sonnigen Südhang am Rande der Lienheimer Gemarkung ist für die Landwirtschaft, damals Vieh-, Acker- und Weinanbau, optimal. Das Gebäude bestand aus einem zweistöckigen Wohnhaus mit Scheuer und Stall unter einem Dach. Im Jahr 1894 wurde der Hof aus dem Sutter’schen Familienbesitz an Engelbert Mayer, Landwirt von Riedern, verkauft. Mangels eines Hoferben ging der Hof im Jahr 1934 in den Besitz der Familie Georg und Magdalena Bächle über.

Georg (1904 – 1946) und Magdalena Bächle (1911 – 1997) stammten aus dem Kinzigtal, sie erwarben den Rohrhof mit 18,5 ha zum Preis von 18.000 Reichsmark. Ihre Kinder Maria, Josef und Andreas wurden alle in Lienheim geboren (1936 – 1940). Der frühe Tod des Hofbesitzers Georg Bächle 1946 war ein schwerer Schlag, die Witwe mit den drei minderjährigen Kindern bewirtschaftete den Hof weiter. Neben vielen anderen Investitionen erfolgte 1964 eine Erweiterung des Stalls mit einer Anpassung des Daches an das vorhandene Gebäude.

1966 übernahm der jüngere Sohn Andreas, der inzwischen in Erzingen einen eigenen Hof führte, die Bewirtschaftung des Vorderen Rohrhofes zusammen mit seiner Mutter Magdalena. Erst 1994 wurde das Land anderweitig verpachtet, weil der Mutter die Arbeit zu schwer wurde. Nach dem Tod von Magdalena Bächle im Jahr 1997 hat die Enkelin Ulrike Krause, geb. Bächle, zusammen mit ihrem Mann Udo den Hof übernommen und umfangreich renoviert.

2012 – 2014 wurde das Untergeschoß ausgebaut und eine Terrasse ergänzt. Diese Wohnung wird seither als Ferienwohnung vermietet.